Hofschlachtung

Hofschlachtung 

Um den Tieren den Transport- und Schlachthofstress zu ersparen, will die Firma Platzhirsch Fleischspezialitäten GmbH die Tiere von ausgewählten Betrieben zukünftig in vertrauter Umgebung schlachten lassen. Die zuständigen kantonalen Ämter müssen nun die definitiven Bewilligungen für die neue Methode zur stressfreien Schlachtung von Rindern noch erteilen.
Im Gegensatz zur sogenannten Weideschlachtung erfolgt die Betäubung auf dem jeweiligen Betrieb nicht durch einen qualifizierten Schützen und Gewehrschuss, sondern durch einen Mitarbeiter des Schlachtlokals. Das Tier wird dabei in einem speziellen Abteil des Fressbereichs im Selbstfanggatter fixiert, so wie es auch bei der normalen Fütterung passiert. Dann folgt die Betäubung mit einem üblichen Bolzenschussgerät. Das betäubte Tier wird unmittelbar mittels einer speziellen Hebevorrichtung aufgezogen und entblutet. Anschliessend wird das tote Tier in einen Spezialanhänger verladen und für den restlichen Schlachtprozess in das nahegelegene Schlachtlokal transportiert.
Im Prinzip ist der Ablauf derselbe wie bei einer herkömmlichen Schlachtung. Nur dass der erste Teil, das Betäuben und Entbluten, direkt auf dem Hof ausgelagert ist.
Tanja Kutzer, Tierhaltungs-Expertin der Nutztierschutz-Organisation KAGfreiland, ist darüber sehr erfreut: «Mit der Weideschlachtung wurde 2016 zwar eine Lanze für eine tierfreundliche Schlachtung in der Schweiz gebrochen. Im Gegensatz zum Ausland wurden an Schweizer Landwirtschaftsbetriebe aber bislang noch keine weiteren Bewilligungen erteilt. Das neue Modell, das nun einführt werden soll, bedarf keines Jagdpatents und ist dadurch vielleicht für weitere Bauern interessant.

Unsere beiden Pilotbetriebe:

  • Brunnmatthof, Altbüron (Bio-Betrieb Kt. Luzern)
  • Mistelhof, Ursenbach (Demeter-Betrieb Kt. Bern)

 

Als Gönnerin oder Gönner können Sie unser Projekt „Hofschlachtung“ direkt unterstützen.  
 
  
skissmade